Freitag, 18. Dezember 2009
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Augenheilkunde - 2. Woche - "Retinopathia pigmentosa"
Da es in der Augenheilkunde meistens eine relativ kurze stationäre Verweildauer gibt, wurden schleunigst 5 Patienten nach Hause entlassen damit 5 neue wieder aufgenommen werden konnten.
Doch zunächst musste ich mich um alle kümmern, die gestern operiert wurde - bei deren operierten Auge sollte ich jeweils den Visus s.c. (sine correctione = ohne Korrektur) und c.c. (cum correctione = mit +/- Linsen vor dem Auge) bestimmen. Bei den Neuaufnahmen musste als Ausgangsbefund natürlich auch an beiden Augen die Sehschärfe und bei einigen auch das Gesichtsfeld bestimmt werden.
Mein heute sehenswerter Fall ist ein Patient der eigentlich wegen einer luxierten IOL (die implantierte Kunstlinse hat sich aus ihrer Halterung gelöst, so dass der Patient nicht mehr scharf gucken kann) stationär aufgenommen wurde - nebenbefundlich hat er aber auch eine mittelmäßige Retinopathia pigmentosa: dies ist eine Netzhaut-Degeneration die sich unaufhaltsam von Außen nach Zentral bewegt, so dass das Gesichtsfeld des Betroffenen immer weiter schrumpft, so dass man zum Schluss nur noch wie durch ein enges Rohr gucken kann.
Bislang gibt es keine Therapie.
Bei weiten Pupillen kann man das an der Netzhaut sehr gut erkennen:
Von Peripher nach Zentral bilden sich immer mehr dieser dunklen Pigmente.
Meistens handelt es sich um eine Erbkrankheit, trotzdem treten immer wieder auch Spontanmutationen auf - meistens beginnt die Degeneration im Jugendalter oder frühem Erwachsenenalter.
Doch zunächst musste ich mich um alle kümmern, die gestern operiert wurde - bei deren operierten Auge sollte ich jeweils den Visus s.c. (sine correctione = ohne Korrektur) und c.c. (cum correctione = mit +/- Linsen vor dem Auge) bestimmen. Bei den Neuaufnahmen musste als Ausgangsbefund natürlich auch an beiden Augen die Sehschärfe und bei einigen auch das Gesichtsfeld bestimmt werden.
Mein heute sehenswerter Fall ist ein Patient der eigentlich wegen einer luxierten IOL (die implantierte Kunstlinse hat sich aus ihrer Halterung gelöst, so dass der Patient nicht mehr scharf gucken kann) stationär aufgenommen wurde - nebenbefundlich hat er aber auch eine mittelmäßige Retinopathia pigmentosa: dies ist eine Netzhaut-Degeneration die sich unaufhaltsam von Außen nach Zentral bewegt, so dass das Gesichtsfeld des Betroffenen immer weiter schrumpft, so dass man zum Schluss nur noch wie durch ein enges Rohr gucken kann.
Bislang gibt es keine Therapie.
Bei weiten Pupillen kann man das an der Netzhaut sehr gut erkennen:
Von Peripher nach Zentral bilden sich immer mehr dieser dunklen Pigmente.Meistens handelt es sich um eine Erbkrankheit, trotzdem treten immer wieder auch Spontanmutationen auf - meistens beginnt die Degeneration im Jugendalter oder frühem Erwachsenenalter.
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Augenheilkunde - 2. Woche - "Weihnachtsfeier"
Wieder einmal mussten am Vormittag einige Flexülen gelegt werden, diese machten zum Glück keine Probleme. Heute gab es dann keine Neuaufnahmen weil die Station voll war und niemand entlassen werden konnte. Die Patienten die am Vortag operiert wurde, durfte ich als erstes begutachten - am operierten Auge die Sehschärfe bestimmen und schon mal ein wenig mit der Spaltlampe reingucken. Weitgetropft wurden diese Patienten auch, so dass ich mir auch den Augenhintergrund anschauen konnte.
Heute gab es dann wieder die Augen-Vorlesung für das 5. Studienjahr - wir 4 PJler durften assistieren und uns auch die Vorlesung angucken; heute war das eine "Weihnachtsvorlesung" wo die Bedeutung des Auges in der Sprache, der Kunst, der Geschichte und der Kultur hervorgehoben wurde. Beeindruckend waren auch die detailreichen Gemälde die von Picasso, Rembrandt und Co. gezeichnet wurden, an denen sogar heute noch Augenärzte Diagnosen stellen können.
Gegen 16 Uhr durften dann alle Schluss machen, weil es dann die Weihnachtsfeier der Klinik gab - diese fand in der Stadtmitte statt, wo wir eine historische Stadtführung zu Fuß unternahmen. Das war dann mal eine andere Art von Weihnachtsfeiern - kein Rumsitzen am Tische, sondern knapp 3 Stunden bei Kälte wandern. Dafür gab es dann zwischenzeitlich was warmes zu Trinken - zum Abschluss sogar Glühwein.
Heute gab es dann wieder die Augen-Vorlesung für das 5. Studienjahr - wir 4 PJler durften assistieren und uns auch die Vorlesung angucken; heute war das eine "Weihnachtsvorlesung" wo die Bedeutung des Auges in der Sprache, der Kunst, der Geschichte und der Kultur hervorgehoben wurde. Beeindruckend waren auch die detailreichen Gemälde die von Picasso, Rembrandt und Co. gezeichnet wurden, an denen sogar heute noch Augenärzte Diagnosen stellen können.
Gegen 16 Uhr durften dann alle Schluss machen, weil es dann die Weihnachtsfeier der Klinik gab - diese fand in der Stadtmitte statt, wo wir eine historische Stadtführung zu Fuß unternahmen. Das war dann mal eine andere Art von Weihnachtsfeiern - kein Rumsitzen am Tische, sondern knapp 3 Stunden bei Kälte wandern. Dafür gab es dann zwischenzeitlich was warmes zu Trinken - zum Abschluss sogar Glühwein.
Dienstag, 15. Dezember 2009
Augenheilkunde - 2. Woche - "Ablatio Retinae"
In einer Woche lege ich auf der Augen-Abteilung mehr Flexülen als in einem Monat zuvor auf der Chirurgie - sowas übt, und ich werde auch immer sicherer dabei. Bei einer Patientin musste man aber einen heftigen Gestank aushalten; sobald man im Zimmer war, roch es wie in einer Raucherbar. Die ältere Patientin muss so viel Rauchen, dass sich dieser ganze Gestank nicht nur an allen Klamotten, sondern auch in die ganze Haut reingefressen hat. Sie sah auch schon so aus wie ein Raucherwrack - und sie hatte auch schon einen ordentlichen Raucherhusten. Die hat schon garantiert COPD und kaputte Gefäße in allen Extremitäten, am Herzen, an der Netzhaut usw.
Naja.
Die für mich heute eindrucksvollste Neuaufnahme war eine Patientin mit einer Ablatio retinae (Netzhautablösung) - dies ist jedoch bereits im Oktober aufgetreten und die ersten Symptome traten schon im Sommer auf; somit kann trotz Therapie eine richtige Heilung nicht erreicht werden, weil es bereits innerhalb von 24-72 Stunden zu irreversiblen Schäden der Netzhaut kommt.
Hier einmal eine Schematische Darstellung einer Netzhautablösung:
Bei weit getropften Pupillen und entsprechender Lupentechnik kann man dann an der Netzhaut folgenden Befund sehen:
Der Augenhintergrund sieht an der betroffenen Stelle so verschwommen, unscharf und wellig aus. Das zuvor gut sehende Auge kann jetzt nur noch Handbewegungen wahrnehmen - somit ist die Patientin auf einem Auge quasi blind geworden.
Naja, ansonsten war heute noch Chefvisite und ich habe aus dem Blut der Patienten nach Zentrifugation Eigenserum-Augentropfen hergestellt. Diese helfen bei Hornhautdefekten indem sie die Heilung beschleunigen.
Naja.
Die für mich heute eindrucksvollste Neuaufnahme war eine Patientin mit einer Ablatio retinae (Netzhautablösung) - dies ist jedoch bereits im Oktober aufgetreten und die ersten Symptome traten schon im Sommer auf; somit kann trotz Therapie eine richtige Heilung nicht erreicht werden, weil es bereits innerhalb von 24-72 Stunden zu irreversiblen Schäden der Netzhaut kommt.
Hier einmal eine Schematische Darstellung einer Netzhautablösung:
Bei weit getropften Pupillen und entsprechender Lupentechnik kann man dann an der Netzhaut folgenden Befund sehen:
Der Augenhintergrund sieht an der betroffenen Stelle so verschwommen, unscharf und wellig aus. Das zuvor gut sehende Auge kann jetzt nur noch Handbewegungen wahrnehmen - somit ist die Patientin auf einem Auge quasi blind geworden.Naja, ansonsten war heute noch Chefvisite und ich habe aus dem Blut der Patienten nach Zentrifugation Eigenserum-Augentropfen hergestellt. Diese helfen bei Hornhautdefekten indem sie die Heilung beschleunigen.
Montag, 14. Dezember 2009
Augenheilkunde - 2. Woche - "Pterygium & Basaliom"
Früh morgens ist es jetzt wirklich eisig kalt - ohne Schal, Mütze und Handschuhe gehe ich garnicht mehr raus.
Heute klappte mal alles pünktlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch die Flexülen (vor jeder OP sollen die betroffenen Patienten einen venösen Zugang bekommen) klappten problemlos.
Die Visite war dann relativ kurz, weil übers Wochenende viele Patienten nach Hause entlassen wurden. Da wir dann viele freie Betten hatten, konnten wir dementsprechend auch neue Patienten aufnehmen.
Für mich am interessantesten war eine Patientin mit einem Pterygium (auch als "Flügelfell" bekannt), welches ich bislang nur aus der Vorlesung kannte. Jetzt konnte ich es dann richtig klassisch selbst sehen. Ein Pterygium ist ein gutartiges 3eckiges Bindehauthäutchen, welches mit der Spitze von Außen immer weiter in Richtung Hornhautzentrum wächst. Solange es nicht auf die Hornhaut wächst, belässt man es - wenn es aber auf die Hornhaut wächst, dann ist eine operative Entfernung notwendig, da dieses Pterygium sonst über die ganze Hornhaut wachsen kann so dass man nicht mehr durchgucken kann und damit quasi blind ist.
Hier einmal eine Abbildung von einem Pterygium:

Sonst ist noch eine Patientin mit einer beidseitigen Ptosis (herabhängende Oberlider) gekommen, bei der operativ die Lider gekürzt werden sollten - jedoch wurde sie wieder nach Hause geschickt, weil man vergessen hat ein neurologisches Konsil durchzuführen. Vor so einer elektiven OP sollte ein Neurologe feststellen, ob es sich bei dieser Ptosis nicht um eine neuromuskuläre Erkrankung handelt, weil dann ganz anders vorgegangen werden muss.
Ein weiterer Patient kam mit einem Basaliom am Unterlid. Ein Basaliom ist eine ganz besondere Art eines Tumors - dieser ist zwar bösartig weil er invasiv und zerstörerisch wächst, jedoch setzt er keine Metastasen ab, so dass bei einer ausreichenden chirurgischen Behandlung quasi immer mit einer Heilung zu rechnen ist. Wenn man es aber nicht rausschneidet, wird es einfach immer größer, zerstört das Auge, Verstümmelt das Gesischt, wächst immer weiter (auch in den Schädel) bis man es garnicht mehr entfernen kann - so kann man letztendlich auch daran sterben.
So kann ein Basaliom aussehen:
Ansonsten kam noch ein älterer Patient zu einer geplanten Katarakt Operation.
Pünktlich um 16:30 konnte ich heute Feierabend machen.
Heute klappte mal alles pünktlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch die Flexülen (vor jeder OP sollen die betroffenen Patienten einen venösen Zugang bekommen) klappten problemlos.
Die Visite war dann relativ kurz, weil übers Wochenende viele Patienten nach Hause entlassen wurden. Da wir dann viele freie Betten hatten, konnten wir dementsprechend auch neue Patienten aufnehmen.
Für mich am interessantesten war eine Patientin mit einem Pterygium (auch als "Flügelfell" bekannt), welches ich bislang nur aus der Vorlesung kannte. Jetzt konnte ich es dann richtig klassisch selbst sehen. Ein Pterygium ist ein gutartiges 3eckiges Bindehauthäutchen, welches mit der Spitze von Außen immer weiter in Richtung Hornhautzentrum wächst. Solange es nicht auf die Hornhaut wächst, belässt man es - wenn es aber auf die Hornhaut wächst, dann ist eine operative Entfernung notwendig, da dieses Pterygium sonst über die ganze Hornhaut wachsen kann so dass man nicht mehr durchgucken kann und damit quasi blind ist.
Hier einmal eine Abbildung von einem Pterygium:

Sonst ist noch eine Patientin mit einer beidseitigen Ptosis (herabhängende Oberlider) gekommen, bei der operativ die Lider gekürzt werden sollten - jedoch wurde sie wieder nach Hause geschickt, weil man vergessen hat ein neurologisches Konsil durchzuführen. Vor so einer elektiven OP sollte ein Neurologe feststellen, ob es sich bei dieser Ptosis nicht um eine neuromuskuläre Erkrankung handelt, weil dann ganz anders vorgegangen werden muss.
Ein weiterer Patient kam mit einem Basaliom am Unterlid. Ein Basaliom ist eine ganz besondere Art eines Tumors - dieser ist zwar bösartig weil er invasiv und zerstörerisch wächst, jedoch setzt er keine Metastasen ab, so dass bei einer ausreichenden chirurgischen Behandlung quasi immer mit einer Heilung zu rechnen ist. Wenn man es aber nicht rausschneidet, wird es einfach immer größer, zerstört das Auge, Verstümmelt das Gesischt, wächst immer weiter (auch in den Schädel) bis man es garnicht mehr entfernen kann - so kann man letztendlich auch daran sterben.
So kann ein Basaliom aussehen:
Ansonsten kam noch ein älterer Patient zu einer geplanten Katarakt Operation.Pünktlich um 16:30 konnte ich heute Feierabend machen.
Samstag, 12. Dezember 2009
Augenheilkunde - 1. Woche - "Schweigepflicht oder bei der Polizei melden?"
Nachtrag zu gestern.
Unglaublich aber wahr, auf meiner gleichen Strecke und zur gleichen Uhrzeit wie am Vortag hat sich wieder ein Verkehrsunfall ereignet, so dass die Straße gesperrt war. Das hat mich schon ordentlich aufgeregt, schließlich bin ich bereits am Donnerstag zu spät gekommen, und keiner würde mir ein zweites Mal glauben dass schon wieder die öffentlichen Verkehrsmittel nicht fahren. Genervt nahm ich ein Taxi - 10€ kostete mich das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz.
Ansonsten war der Freitag relativ entspannend. Auf Station quälte ich mich zunächst mit einer Flexüle ab; doch selbst die Stationsärztin konnte keine passende Vene finden - das hat mich wieder etwas beruhigt. Bei einer anderen Patientin klappte der venöse Zugang problemlos. Diese Patientin hatte eine Venenthrombose in der Netzhaut, und musste als Dauerinfusion eine Hämodilutation bekommen - das ist eine Blutverdünnung, ohne das was an der Blutgerinnung verändert wird.
Ansonsten war heute Vormittag Oberarztvisite - dieser hat mir auch immer viel zu den sichtbaren Befunden am Auge erzählt. Ein Patient lehnte die weitere Behandlung ab, und unterschrieb dass er"gegen ärztlichen Rat" gehen will, und dass er bei seinem schlechten Sehvermögen darauf hingewiesen wurde dass er nicht mehr Auto fahren darf - der Patient unterschrieb zwar alles, gab aber einen Spruch ab, dass er trotzdem "mit 180 über die Autobahn" rasen würde. Als der Patient weg war, besprachen sich die Ärzte ob sie ggf. eine anonyme Meldung an die Polizei abgeben - zwar ist die Schweigepflicht ein hohes Gut, aber ein fast blinder Mann der über die Autobahn rast ist eine erhebliche Fremdgefährdung.
Das Ergebnis dieser Unterredung ist mir leider nicht bekannt.
Anschließend durfte ich noch einige Entlassungsbriefe für das Wochenende roh vorbereiten, und konnte dann gut eine Stunde früher ins Wochenende starten.
:-)
Unglaublich aber wahr, auf meiner gleichen Strecke und zur gleichen Uhrzeit wie am Vortag hat sich wieder ein Verkehrsunfall ereignet, so dass die Straße gesperrt war. Das hat mich schon ordentlich aufgeregt, schließlich bin ich bereits am Donnerstag zu spät gekommen, und keiner würde mir ein zweites Mal glauben dass schon wieder die öffentlichen Verkehrsmittel nicht fahren. Genervt nahm ich ein Taxi - 10€ kostete mich das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz.
Ansonsten war der Freitag relativ entspannend. Auf Station quälte ich mich zunächst mit einer Flexüle ab; doch selbst die Stationsärztin konnte keine passende Vene finden - das hat mich wieder etwas beruhigt. Bei einer anderen Patientin klappte der venöse Zugang problemlos. Diese Patientin hatte eine Venenthrombose in der Netzhaut, und musste als Dauerinfusion eine Hämodilutation bekommen - das ist eine Blutverdünnung, ohne das was an der Blutgerinnung verändert wird.
Ansonsten war heute Vormittag Oberarztvisite - dieser hat mir auch immer viel zu den sichtbaren Befunden am Auge erzählt. Ein Patient lehnte die weitere Behandlung ab, und unterschrieb dass er"gegen ärztlichen Rat" gehen will, und dass er bei seinem schlechten Sehvermögen darauf hingewiesen wurde dass er nicht mehr Auto fahren darf - der Patient unterschrieb zwar alles, gab aber einen Spruch ab, dass er trotzdem "mit 180 über die Autobahn" rasen würde. Als der Patient weg war, besprachen sich die Ärzte ob sie ggf. eine anonyme Meldung an die Polizei abgeben - zwar ist die Schweigepflicht ein hohes Gut, aber ein fast blinder Mann der über die Autobahn rast ist eine erhebliche Fremdgefährdung.
Das Ergebnis dieser Unterredung ist mir leider nicht bekannt.
Anschließend durfte ich noch einige Entlassungsbriefe für das Wochenende roh vorbereiten, und konnte dann gut eine Stunde früher ins Wochenende starten.
:-)
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Augenheilkunde - 1. Woche - "Amniontransplantation"
Knapp eine halbe Stunde dauert meine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu meiner Uniklinik - täglich fahre ich mit reichlich Zeitreserve los, doch heute kam ich trotzdem ordentlich zu spät an. Auf meiner Strecke gibt es eine Baustelle und dort ereignete sich ein Verkehrsunfall, so dass der Verkehr komplett umgeleitet wurde - leider fuhr dann garnichts mehr in Richtung Uniklinik. So blieb mir nichts anderes übrig als so lange zu warten bis der Verkehr wieder normal lief.
Die einzige Flexüle die zu legen war machte mir heute keinerlei Probleme, ansonsten musste ich noch mehreren Patienten Prednisolon intravenös Spritzen (dieses Cortison setzt man ein um Entzündungsreaktionen zu bremsen). Bei den am Vortag operierten Patienten machte ich anschließend Sehtests am operierten Auge - bei den Katarakt Patienten (Linsentrübung = Grauer Star) die jetzt eine IOL (intraokulare Linse = Kunstlinse im Auge) hatten, konnte man eine deitliche Besserung der Sehfähigkeit feststellen.
Danach folgte die Visite, in der jeder Patient nach und nach ins Untersuchungszimmer musste - die Visite zog sich dann bis in den frühen Nachmittag hin. Das Hornhautgeschwür bei einem Patienten heilt nicht so richtig, so dass man sich heute dafür entscheiden hat, dass er eine Amniontransplantation bekommt. Amnion ist ein dünnes Häutchen aus der Fruchtblase während der Schwangerschaft - dieses Häutchen kann man auf einen Hornhautdefekt nähen, so dass es zu einer verbesserten Defektheilung kommt.
Nach der Visite konnte ich mich um die Neuaufnahmen kümmern, bei denen ich als Vorbereitung die Sehschärfenbestimmung und die Gesichtsfelduntersuchung machte.
Nachmittags gab es dann etwas Zeit, so dass ich mit der anderen Studentin etwas üben konnte - so haben wir uns mit der Spaltlampe gegenseitig in die Augen geguckt. Ich fands sehr interessant wie man bei ihr die Kontaktlinsen so gut sehen konnte. An mir hat sie dann noch die Druckmessung geübt - dafür bekam ich Augentropfen zur Betäubung der Augenoberfläche, damit sie einen kleinen Kunststoffzylinder auf mein Augen drücken konnte. Beidseitig hatte ich einen Augeninnendruck von 16 mmHg, was mich sehr zufrieden stellte, da ich bei 2 früheren Messungen immer einen grenzwertigen Wert von 19-20 mmHg hatte.
Ein erhöhter Augeninnendruck ist schließlich ein Risikofaktor für die Ausbildung eines Glaukoms (Grüner Star).
Pünktlich um 16:30 konnte ich dann Feierabend machen.
Die einzige Flexüle die zu legen war machte mir heute keinerlei Probleme, ansonsten musste ich noch mehreren Patienten Prednisolon intravenös Spritzen (dieses Cortison setzt man ein um Entzündungsreaktionen zu bremsen). Bei den am Vortag operierten Patienten machte ich anschließend Sehtests am operierten Auge - bei den Katarakt Patienten (Linsentrübung = Grauer Star) die jetzt eine IOL (intraokulare Linse = Kunstlinse im Auge) hatten, konnte man eine deitliche Besserung der Sehfähigkeit feststellen.
Danach folgte die Visite, in der jeder Patient nach und nach ins Untersuchungszimmer musste - die Visite zog sich dann bis in den frühen Nachmittag hin. Das Hornhautgeschwür bei einem Patienten heilt nicht so richtig, so dass man sich heute dafür entscheiden hat, dass er eine Amniontransplantation bekommt. Amnion ist ein dünnes Häutchen aus der Fruchtblase während der Schwangerschaft - dieses Häutchen kann man auf einen Hornhautdefekt nähen, so dass es zu einer verbesserten Defektheilung kommt.
Nach der Visite konnte ich mich um die Neuaufnahmen kümmern, bei denen ich als Vorbereitung die Sehschärfenbestimmung und die Gesichtsfelduntersuchung machte.
Nachmittags gab es dann etwas Zeit, so dass ich mit der anderen Studentin etwas üben konnte - so haben wir uns mit der Spaltlampe gegenseitig in die Augen geguckt. Ich fands sehr interessant wie man bei ihr die Kontaktlinsen so gut sehen konnte. An mir hat sie dann noch die Druckmessung geübt - dafür bekam ich Augentropfen zur Betäubung der Augenoberfläche, damit sie einen kleinen Kunststoffzylinder auf mein Augen drücken konnte. Beidseitig hatte ich einen Augeninnendruck von 16 mmHg, was mich sehr zufrieden stellte, da ich bei 2 früheren Messungen immer einen grenzwertigen Wert von 19-20 mmHg hatte.
Ein erhöhter Augeninnendruck ist schließlich ein Risikofaktor für die Ausbildung eines Glaukoms (Grüner Star).
Pünktlich um 16:30 konnte ich dann Feierabend machen.
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