Da ich mir gestern noch umbedingt das Eishockey Finale (Kanada vs. USA 3:2 n.V.) ansehen musste, war ich heute früh natürlich extremst müde (und den ganzen Tag lang sowieso).
Meine Ambulanzzeit ist nun vorbei - jetzt bin ich also wieder auf Station. Trotzdem kam ich zum vergnügen, mehrfach runter in die Fotoabteilung zu gehen und FAGs zu machen. Wenn ich nun was kann, bin ich hierbei natürlich eine gewisse Hilfe. Dafür wird mir jetzt auch alles viel geduldiger und netter alles erklärt. Inzwischen fühle ich mich sogar richtig wohl bei den Leuten. So ein Gefühl hatte ich in meinem ersten Tertial eigentlich nie. In der Augenklinik arbeite ich sogar gerne (auch wenn ich natürlich gerne mehr Schlaf und freie Tage hätte haha).
Zudem konnte ich bei einigen der Neuaufnahmen dynamische Gesichtsfelder machen, und Eigenserum-Tropfen vom Blut-abnehmen bis zum Fertigprodukt selbst ausführen.
:) Nun werde ich aber wieder müde, also gute Nacht!
Montag, 1. März 2010
Samstag, 27. Februar 2010
Donnerstag, 25. Februar 2010
Augenheilkunde - 12. Woche - "Thrombosen"
Zu meinem Erstaunen waren meine Pupillen heute früh immer noch ganz weit - die Tropfen wirken bei mir also ganz schön lange nach. Sehen konnte ich aber wieder gut; natürlich war ich wegen der großen Pupillen etwas blendempfindlich, aber es war erträglich.
Eine weitere Studentin ist bei uns im Team hinzugekommen - es sind schließlich Semesterferien, so dass sie ihre Famulatur in der Augenklinik macht. Nun sind wir also richtig viele Studenten.
Die Stations-Flexülen wurden dann alle schnell erledigt, und ich ging runter in die Ambulanz.
Heute war "Verschlusswetter" und "Netzhaut-Tag", wie meine Sprechzimmer-Ärztin zutreffend formulierte. Allein 4 Venenastverschlüsse waren vorstellig (sehr gut erkennbar an der flächigen Blutungen an der Netzhaut. Diese Patienten tragen meistens Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, und Nikotinkonsum in sich und erleiden einen plötzlichen, schmerzlosen ausgeprägten Sehverlust am betroffenen Auge (je nach Ausmaß der Thrombose). Die betroffenen müssen bei uns stationär aufgenommen werden um eine mehrtägige Pumpentherapie (zur Verbesserung der Blutviskosität) zu erhalten. Außerdem bekommen sie über die Tage Prednisolon intravenös gespritzt, damit sich an der Stelle des schärfsten Sehens keine Ödeme ausbilden. Die weiteren Netzhautpatienten hatten Degenerationen und kleine Löcher die gelasert werden müssen um eine Netzhautablösung zu verhindern.
Für mich beginnt jetzt ein verlängertes Wochenende ;)
Eine weitere Studentin ist bei uns im Team hinzugekommen - es sind schließlich Semesterferien, so dass sie ihre Famulatur in der Augenklinik macht. Nun sind wir also richtig viele Studenten.
Die Stations-Flexülen wurden dann alle schnell erledigt, und ich ging runter in die Ambulanz.
Heute war "Verschlusswetter" und "Netzhaut-Tag", wie meine Sprechzimmer-Ärztin zutreffend formulierte. Allein 4 Venenastverschlüsse waren vorstellig (sehr gut erkennbar an der flächigen Blutungen an der Netzhaut. Diese Patienten tragen meistens Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, und Nikotinkonsum in sich und erleiden einen plötzlichen, schmerzlosen ausgeprägten Sehverlust am betroffenen Auge (je nach Ausmaß der Thrombose). Die betroffenen müssen bei uns stationär aufgenommen werden um eine mehrtägige Pumpentherapie (zur Verbesserung der Blutviskosität) zu erhalten. Außerdem bekommen sie über die Tage Prednisolon intravenös gespritzt, damit sich an der Stelle des schärfsten Sehens keine Ödeme ausbilden. Die weiteren Netzhautpatienten hatten Degenerationen und kleine Löcher die gelasert werden müssen um eine Netzhautablösung zu verhindern.
Für mich beginnt jetzt ein verlängertes Wochenende ;)
Mittwoch, 24. Februar 2010
Augenheilkunde - 12. Woche - "in Mydriasis"
Heute werde ich mich kurz fassen, weil meine Augen seit knapp 2 Stunden in Mydriasis sind - sie sind weitgetropft. Habe mich heute selbst untersuchen und mir ein Foto von meinem Augenhintergrund machen lassen. Das konnte ich dann auf meinen USB-Stick speichern, so dass ich mir zuhause meine eigene Netzhaut angucken kann ;)
In Mydriasis kann ich nun über mehrere Stunden nicht mehr im Nahbereich fokussieren - so kann ich derzeit nicht richtig lesen und das Arbeiten am Computer ist natürlich auch erschwert; als Patient wird man dann auch darauf hingewiesen, dass man unter solchen Umständen nicht verkehrstauglich ist.
Hier kann man nun meine Augen bewundern (rechts/links):

In Mydriasis kann ich nun über mehrere Stunden nicht mehr im Nahbereich fokussieren - so kann ich derzeit nicht richtig lesen und das Arbeiten am Computer ist natürlich auch erschwert; als Patient wird man dann auch darauf hingewiesen, dass man unter solchen Umständen nicht verkehrstauglich ist.
Hier kann man nun meine Augen bewundern (rechts/links):

Dienstag, 23. Februar 2010
Augenheilkunde - 12. Woche - "Im Sprechzimmer"
Die Frühbesprechung dauert derzeit (der Chef ist im Urlaub) nur wenige Minuten, so dass es dann gleich mit der Arbeit losgeht. Auf Station gab es dann reichlich Flexülen zu legen, von denen nicht alle einfach waren - aber inzwischen schaffe ich es nun bei fast jedem Patienten irgendwo einen venösen Zugang zu legen. Dieses Tertial hat mich darin richtig geübt.
In der Ambulanz musste ich mich zunächst um einige Druckpatronen kümmern, aber heute funktionierten dann alle Geräte wieder einwandfrei (auch wenn die Computer immer äußerst langsam sind). Heute konnte ich mich dann also wieder richtig nützlich machen: FAGs, OCTs, Anamnesen - und ich durfte viel selbst an den Patienten gucken und teilweise sogar erkennen. Wir hatten unter anderem wieder einen Patienten mit einer Netzhautablösung (wo man bei der Augenhintergrunduntersuchung die wellig abgehobene Retina richtig gut sehen konnte), Venenastverschlüsse (die sich durch flächenhafte regionale Blutungen deutlich zeigten), Toxoplasma gondii (ein Parasit, der von Katzen auf den Menschen übertragen wird unter anderem das Gehirn und die Netzhaut befallen kann), bakterielle Tränenwegsentzündung (wo sich aus den Tränenwegen regelmäßig Eiter entleert und auch zu verklebten Augen führt), oberflächliche Fremdkörperentfernung nach einem Arbeitsunfall, und eine Augenkontrolle bei einem Sturz aufs Auge bei Glatteis. Somit war heute wieder ordentlich zu tun, und die Wartezeiten sind für die Patienten auch immer recht ordentlich.
Die Patienten müssen immer lange warten, weil auch mehrere Sachen gemacht werden müssen eh weiter entschieden werden kann.
Zunächst bereiten die Schwestern die Patienten mit der Visus- und Gesichtsfeldprüfung vor - dann warten.
Beim 1. Aufrufen vom Arzt erfolgt die Anamnese und die Untersuchung des Vorderabschnittes des Auges; erst danach werden die Pupillen weitgetropft (eh die Pupillen weit werden, dauert es etwa 30 Minuten, so dass die Patienten wieder aus dem Sprechzimmer raus müssen) - dann warten.
Beim 2. Aufrufen vom Arzt erfolgt die Untersuchung des Augenhintergrundes; da entscheidet sich, ob eine weitere Untersuchung notwendig ist (z.B. eine FAG, ein OCT, oder ein Ultraschall), so dass der Patient wieder in ein anderes Zimmer muss. - dann warten.
Beim 3. Aufrufen ins Sprechzimmer sitzt dann meistens auch noch ein Oberarzt dabei, der den Patienten auch nochmal sehen wird, und wo anschließend die ganzen Befunde und die mögliche Therapieplanung besprochen wird.
Durch dieses mehrmalige Aufrufen aller Patienten resultieren automatisch lange Wartezeiten.
In der Ambulanz musste ich mich zunächst um einige Druckpatronen kümmern, aber heute funktionierten dann alle Geräte wieder einwandfrei (auch wenn die Computer immer äußerst langsam sind). Heute konnte ich mich dann also wieder richtig nützlich machen: FAGs, OCTs, Anamnesen - und ich durfte viel selbst an den Patienten gucken und teilweise sogar erkennen. Wir hatten unter anderem wieder einen Patienten mit einer Netzhautablösung (wo man bei der Augenhintergrunduntersuchung die wellig abgehobene Retina richtig gut sehen konnte), Venenastverschlüsse (die sich durch flächenhafte regionale Blutungen deutlich zeigten), Toxoplasma gondii (ein Parasit, der von Katzen auf den Menschen übertragen wird unter anderem das Gehirn und die Netzhaut befallen kann), bakterielle Tränenwegsentzündung (wo sich aus den Tränenwegen regelmäßig Eiter entleert und auch zu verklebten Augen führt), oberflächliche Fremdkörperentfernung nach einem Arbeitsunfall, und eine Augenkontrolle bei einem Sturz aufs Auge bei Glatteis. Somit war heute wieder ordentlich zu tun, und die Wartezeiten sind für die Patienten auch immer recht ordentlich.
Die Patienten müssen immer lange warten, weil auch mehrere Sachen gemacht werden müssen eh weiter entschieden werden kann.
Zunächst bereiten die Schwestern die Patienten mit der Visus- und Gesichtsfeldprüfung vor - dann warten.
Beim 1. Aufrufen vom Arzt erfolgt die Anamnese und die Untersuchung des Vorderabschnittes des Auges; erst danach werden die Pupillen weitgetropft (eh die Pupillen weit werden, dauert es etwa 30 Minuten, so dass die Patienten wieder aus dem Sprechzimmer raus müssen) - dann warten.
Beim 2. Aufrufen vom Arzt erfolgt die Untersuchung des Augenhintergrundes; da entscheidet sich, ob eine weitere Untersuchung notwendig ist (z.B. eine FAG, ein OCT, oder ein Ultraschall), so dass der Patient wieder in ein anderes Zimmer muss. - dann warten.
Beim 3. Aufrufen ins Sprechzimmer sitzt dann meistens auch noch ein Oberarzt dabei, der den Patienten auch nochmal sehen wird, und wo anschließend die ganzen Befunde und die mögliche Therapieplanung besprochen wird.
Durch dieses mehrmalige Aufrufen aller Patienten resultieren automatisch lange Wartezeiten.
Montag, 22. Februar 2010
Augenheilkunde - 12. Woche - "Patientenflut"
Der Tag hat ja erstmal ganz entspannend begonnen - nicht mal eine einzige Flexüle war zu legen; blos einige wenige Prednisolon-Injektionen. Konnte also ziemlich zügig runter in die Ambulanz gehen, wo es zunächst auch noch ganz gemütlich losging. Aber plötzlich kam eine Patientenakte nach der anderen - eine wahre Patientenflut bildete sich heraus. In den letzten 3 Wochen gab es nie so viele Patienten zu bewältigen wie heute - ein Zuwachs von 100%. Kaum taut der Schnee, scheinen alle zum Augenarzt zu müssen. Nicht nur dass wir die doppelte Anzahl an Patienten bewältigen mussten, so wurden wir dann auch noch von einigen Patienten angefeindet weil stundenlange Wartezeiten entstanden sind. Und ausgerechnet in solchen Situationen versagen auch noch die technischen Geräte, so dass keine ordentlichen OCTs durchgeführt werden konnten.
Zur Entlastung der Ärzte besetzte ich eine Zeit lang ein eigenes Sprechzimmer um zumindest die teils sehr langen Anamnesen von komplett neuen Patienten zu übernehmen. Selbst ein Oberarzt half zusätzlich zu seinen Aufgaben in der Ambulanz aus. Es gab so einen Durchlauf an Patienten, dass mir so spontan kein besondere Fall mehr einfällt den ich heute beschreiben könnte. Ich hoffe, dass die Situation morgen etwas abebbt.
Zur Entlastung der Ärzte besetzte ich eine Zeit lang ein eigenes Sprechzimmer um zumindest die teils sehr langen Anamnesen von komplett neuen Patienten zu übernehmen. Selbst ein Oberarzt half zusätzlich zu seinen Aufgaben in der Ambulanz aus. Es gab so einen Durchlauf an Patienten, dass mir so spontan kein besondere Fall mehr einfällt den ich heute beschreiben könnte. Ich hoffe, dass die Situation morgen etwas abebbt.
Freitag, 19. Februar 2010
Augenheilkunde - 11. Woche - "Augenpatienten"
Heute früh war ich gleich nach dem Aufstehen so richtig müde - und bei dem Tauwetter war es auch keine Freude zur Klinik zu fahren. Dafür haben wir jetzt einen neuen Famulanten als Verstärkung bei uns - die Semesterferien für die jüngeren Jahrgänge haben begonnen, so dass nun einer von denen auch bei uns seine Famulatur absolviert.
In der Frühbesprechung haben wir dann auch erfahren, dass ein Patient, den wir vor wenigen Tagen verlegt haben, gestern verstorben ist. 2 Wochen lang war er bei uns auf Station - zunächst wegen unklarer Sehverschlechterung mit Papillenschwellung (Sehnervenkopfschwellung). Ansonsten wirkte er ziemlich fit - doch im Rahmen unserer Diagnostik wurde auch ein Abdomen-MRT angefertig, in dem massenhaft Metastasen in Beckenknochen und Wirbelsäule zu sehen waren. In den nächsten Tagen hat er dann massivst abgebaut; da wir vom Auge her nichts machen konnten, wurde er dann verlegt.
Es ist schon erstaunlich wie viele Patienten wegen ganz anderer Erkrankungen, aber mit typischen Augensymptomen zuerst beim Augenarzt landen eh die richtige Diagnose gestellt wird. Oftmals sind es dann Schilddrüsenerkrankungen, oder ein noch nicht festgestellter Diabetes, eine Gefäßentzündung und manchmal auch Metastasen oder ein Hirntumor.
So stellte sich vor kurzem auch eine 30 jährige Patientin vor, die an beiden Augen zunehmen die rechte Seite nicht mehr sehen konnte. Bei diesem Befund ist für Augenärzte relativ klar wo die Störung vorliegen muss, so dass die Patientin in die Neurologie geschickt wurde - die dann veranlasste Kopf-Bildgebung im CT oder MRT ergab einen 5x7cm großen Hirntumor.
In der Ambulanz gab es heute auch wieder so einiges zu sehen: eine 60 jährige Patientin mit einer neu diagnostizierten Retinopathia Pigmentosa (erbliches fortschreitendes Erblinden durch zunehmende Einengung des Gesichtsfeldes; meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr) - dort wird dann auch eine genetische Beratung der Familie (Tochter & Enkel der Patientin) erfolgen. Dann sah ich noch eine Patientin die bei einem Verkehrsunfall im Dezember 2009 ein Auge verloren hatte, und nun bei uns für die künftige Prothesenplanung gesehen wurde.
Mehrere Patientin mit einer diabetischen Retinopathie (Netzhautschäden durch Diabetes) wurden auch bei uns untersucht - dort konnte ich dann auch wieder FAGs und OCTs anfertigen.
Jetzt ist aber endlich wieder Wochenende.
In der Frühbesprechung haben wir dann auch erfahren, dass ein Patient, den wir vor wenigen Tagen verlegt haben, gestern verstorben ist. 2 Wochen lang war er bei uns auf Station - zunächst wegen unklarer Sehverschlechterung mit Papillenschwellung (Sehnervenkopfschwellung). Ansonsten wirkte er ziemlich fit - doch im Rahmen unserer Diagnostik wurde auch ein Abdomen-MRT angefertig, in dem massenhaft Metastasen in Beckenknochen und Wirbelsäule zu sehen waren. In den nächsten Tagen hat er dann massivst abgebaut; da wir vom Auge her nichts machen konnten, wurde er dann verlegt.
Es ist schon erstaunlich wie viele Patienten wegen ganz anderer Erkrankungen, aber mit typischen Augensymptomen zuerst beim Augenarzt landen eh die richtige Diagnose gestellt wird. Oftmals sind es dann Schilddrüsenerkrankungen, oder ein noch nicht festgestellter Diabetes, eine Gefäßentzündung und manchmal auch Metastasen oder ein Hirntumor.
So stellte sich vor kurzem auch eine 30 jährige Patientin vor, die an beiden Augen zunehmen die rechte Seite nicht mehr sehen konnte. Bei diesem Befund ist für Augenärzte relativ klar wo die Störung vorliegen muss, so dass die Patientin in die Neurologie geschickt wurde - die dann veranlasste Kopf-Bildgebung im CT oder MRT ergab einen 5x7cm großen Hirntumor.
In der Ambulanz gab es heute auch wieder so einiges zu sehen: eine 60 jährige Patientin mit einer neu diagnostizierten Retinopathia Pigmentosa (erbliches fortschreitendes Erblinden durch zunehmende Einengung des Gesichtsfeldes; meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr) - dort wird dann auch eine genetische Beratung der Familie (Tochter & Enkel der Patientin) erfolgen. Dann sah ich noch eine Patientin die bei einem Verkehrsunfall im Dezember 2009 ein Auge verloren hatte, und nun bei uns für die künftige Prothesenplanung gesehen wurde.
Mehrere Patientin mit einer diabetischen Retinopathie (Netzhautschäden durch Diabetes) wurden auch bei uns untersucht - dort konnte ich dann auch wieder FAGs und OCTs anfertigen.
Jetzt ist aber endlich wieder Wochenende.
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