Montag, 30. November 2009

Chirurgie - 16. Woche - Studientag

:-P
meine letzte Woche in der Chirurgie beginnt mit einem erholsamen Studientag.

Freitag, 27. November 2009

Chirurgie - 15. Woche - ""ungewöhnliche Gerüche"

Heute gab es kaum was zu tun - zwar sollte ich selbständig eine Magensonde bei einem Patienten legen, jedoch war es einer mit einer frischen 2/3 Magenresektion, so dass es sich die Oberärztin anders überlegt hatte und ich dann zugucken durfte. Besser so, denn der arme Patient hat bei der Magensonde ziemlich heftig reagiert. Der Geruch vom abgesaugten Mageninhalt war dann auch wieder ordentlich.
Dann war ich heute bei einer Nabelhernien-Operation dabei - erstaunlicherweise roch es in der männlichen OP-Umkleide ziemlich heftig nach Bier...
Auf station gab es dann auch kaum etwas zu tun - einige Blutentnahmen und zahlreiche Entlassungsbriefe. Wenigstens gab es dann noch den erfreulichen Gehaltszettel für den Monat November. Morgen habe ich dann meine letzte Rufbereitschaft - also eine letzte Gelegenheit noch ordentlich €€€€€ zu verdienen. Geld stinkt nicht, oder wie die klugen Lateiner es so sagen: "pecunia non olet".

Donnerstag, 26. November 2009

Chirurgie - 15. Woche - "gefährliches Blut"

Heute bin ich wieder voll einsatzfähig - und nach nur einer Woche Abwesenheit sind mir quasi alle Patienten neu; so gewaltig ist der Patientendurchlauf. Es gab zahlreiche Blutentnahmen und viele Neuaufnahmen (Schilddrüse, Galle, Darmkrebs). Auf die rektale Untersuchung habe ich beim Krebspatienten zunächst verzichtet, weil er bereits in der vergangenen Woche eine gründliche Darmspiegelung hinter sich hatte - und da wird mein Tastbefund nicht aussagekräftiger, zumal sich der Krebs am Coecum befindet. Der Patient, ende 50, hatte die klassischen Beschwerden: unklarer Gewichtsverlust von 10kg sowie Blut im Stuhl. Der Blutabgang war so heftig, dass der Mann bereits bei kleinster Belastung Luftnot bekommt - kein Wunder bei einem Hb von 4,2 mmol/l.
Mit so einem Hb musste er bereits heute 2 Blutkonzentrate bekommen.
Dann hatte ich noch 3 prästationäre Patienten zur Aufnahme: Leistenhernie, Schilddrüse, Leistenhernie.
Die zweite Leistenhernie war dann ein Patient, dessen wichtigste "Nebendiagnose" HIV war - somit hatte ich sozusagen meinen ersten HIV-Patienten im Studium. Natürlich musste auch bei ihm routinemäßig Blut abgenommen werden. Man ist natürlich bei jeder Blutabnahme vorsichtig, aber hier war man dann mit voller Konzentration dabei, da jeder Fehler beim Stechen ins Gefäß, der Entsorgung der Nadel und dem Umgang mit den Blutröhrchen sozusagen "lebensgefährlich" war.
Nachdem ich dann insgesamt 6 Patienten durchgearbeitet habe, gab es dann unseren regulären Ultraschallkurs.

Montag, 23. November 2009

"fieberfrei."

Gestern abend hat es sich schon abgezeichnet, und heute früh ist es nun so weit: ich bin fieberfrei. Neu dazu gekommen ist blos ein lästiger Schnupfen, aber das ist ja nichts im Vergleich zum Abkeimen im Bett.
Letztendlich wird man nie wissen können welcher der vielen hundert Viren der oberen Atemwege mich so flachgelegt haben; ausgeschlossen wurden nur ein Influenzavirus, aber es gibt ja noch zahlreiche andere Verdächtige wie Coronaviren, Adenoviren, Coxsackieviren oder Parainfluenzaviren...
Jetzt bin ich blos am überlegen wann ich wieder zur Arbeit bin, denn im "Praktischen Jahr" werden Krankheitstage blöderweise als Urlaubstage gezählt - nun bin ich zwar bis einschließlich Freitag krankgeschrieben, aber damit geht dann auch bereits mein halber Urlaub den Bach runter. Denke also, dass ich am Mittwoch oder Donnerstag wieder meinen Dienst antreten werde.

Donnerstag, 19. November 2009

"Keine Influenza"

Der PCR-Diagnostik vom Rachen- und Nasenabstrich ist unauffällig. Wurde vor wenigen Minuten vom Krankenhaus angerufen - somit ist eine Grippe-Infektion ausgeschlossen.
Jetzt habe ich zwar weiterhin unklares hohes Fieber, aber immerhin muss ich nicht mehr diese kotz-kapsel Tamiflu mehr einnehmen.

"Zu Risiken und Nebenwirkungen..."

Also Tamiflu ist schon eine ordentliche Chemo-Keule. Die häufigsten unerwünschte Nebenwirkung: Übelkeit und Erbrechen, kann ich nur bestätigen. Gut eine Stunde nach Einnahme fühlte ich mich wie nach einem richtigen Kater.
In der Zwischenzeit habe ich auch im Krankenhaus angerufen ob die schon irgendwelche Testergebnisse haben; dem ist aber nicht so. Somit werde ich wohl erst morgen darüber informiert ob ich eine Influenza-Infektion habe.

"Tamiflu"

Auf Wunsch meiner Mutter, und aufgrund der Tatsache dass ich bereits morgens eine Temperatur von 39.4°C hatte, bin ich nach telefonischer Absprache zu einer Arztpraxis gegangen.
Dies musste außerhalb der Sprechzeiten stattfinden, damit sich niemand in der Praxis infizieren kann. Sowohl ich, als auch die Praxismitarbeiter mussten in Mundschutz sein - schon kurios mit so einer Maske durch die Gegend zu laufen.
Zwar werden mir die Ergebnisse erst heute nachmittags/abends mitgeteilt, aber trotzdem bekam ich erstmal das Virostatikum "Tamiflu" (Oseltamivir) verschrieben, weil das therapeutische Fenster sehr kurz ist. Spätestens 48 Stunden nach Beginn der Symptome sollte die Therapie beginnen, da das Mittel ansonsten wirkungslos ist.
Tamiflu tötet zwar keine Viren ab, verlangsamt aber ihre Vermehrung, so dass der Körper im Schnitt 1-2 Tage früher mit der Infektion fertig ist.
Bis einschließlich dem 27.11. wurde ich auch noch krankgeschrieben, und soll möglichst in Isolation bleiben. Heute abend weiß ich aber endgültig bescheid ob es die Schweinegrippe ist.